Das Comeback der GIFs – animierte Bilder erobern die sozialen Netzwerke

Das Comeback der GIFs – animierte Bilder erobern die sozialen Netzwerke

Das Comeback der GIFs – animierte Bilder erobern die sozialen Netzwerke 1200 748 Ellen Liemann

GIFs liegen voll im Trend und doch sind sie alles andere als neu. Bereits 1987 hat Steve Wilhite das Graphics Interchange Format erfunden. Ein auf maximal 256 Farben beschränktes Grafikformat, das von so ziemlich jedem Gerät unterstützt wird und dessen Dateien nur wenig Speicherplatz benötigen. Ein GIF setzt sich aus einer reihe einzelner Bilder zusammen, so entstehen kleine Animationen die im Loop laufen. Die einzelnen Bilder werden so schnell hintereinander abgespielt, dass sich für wenige Sekunden eine mehr oder weniger flüssige Animation ergibt, ein Micro-Video – ähnlich wie beim Daumenkino.

Auf diese Weise lassen sich mit den kleinen GIFs ganze Geschichten erzählen. Wie gemacht also für das Internet. Schon in den 1990er-Jahren, als die Webseiten noch bunt wie Regenbögen waren, Laufschriften über den Bildschirm zogen und es irgendwo immer unaufhörlich blinkte, durften GIFs auf keiner selbstgebastelten Seite fehlen. Mittlerweile erleben sie eine regelrechte Renaissance.

Tumblr legte Grundstein für den GIF-Trend

Dazu beigetragen, dass GIFs dieses Jahr zum globalen Trend wurden, hat die Blogging-Plattform Tumblr, die das Teilen von GIFs absolut unkompliziert gemacht hat. Auf der Suche nach den Wackelbildern landet man zwangsläufig auf Tumblr-Blogs. Auch Apple wird eine Beteiligung am GIF-Hype zugeschrieben. Immerhin hat das Unternehmen den Rivalen Flash aus seinen Betriebssystemen verbannt, Flash Animationen sucht man heute entsprechend vergebens.

Dem GIF-Trend konnten sich auch die großen sozialen Netzwerke nicht mehr entziehen. Seit kurzer Zeit unterstützt endlich auch Facebook die animierten Bilder. Im Social Web verbreiten sie sich wie ein Lauffeuer. Es sind die lustigen Dateien, die tausend- oder sogar millionenfach geteilt werden. Instagram hat mit Boomerang sogar eine eigene App auf den Markt gebracht, die Fotoaufnahmen zu kurzen GIF Animationen macht. Auf Portalen wie Giphy ist das Erstellen eigener GIFs selbst für digitale Analphabeten kein Problem mehr.

Kurze Aufmerksamkeitsspanne und maximale Wirkung

Natürlich hat es nicht lange gedauert, bis das simple Bewegtbild auch vom Marketing entdeckt wurde. Eine kurze Aufmerksamkeitsspanne und maximale Wirkung machen es zum perfekten Werbeträger für die digitale Welt. Vom GIF-Marketing als eigene Sparte ist sogar schon die Rede.

Mit der Popularität des Selfies wurde ein ganz neues Kapitel in der Geschichte des GIFs eröffnet. Was gibt es schließlich witzigeres als die eigenen Grimassen als humorvolle Animation in der eigenen Timeline zu posten? Doch so richtig Spaß macht es erst mit den richtigen Leuten in der richtigen Umgebung. Deswegen sind GIF Foto-Booths im Moment das Highlight auf Events.

GIF-Booths für authentische Markeninteraktion

GIF Maschinen sind stationäre oder mobile Systeme, an denen Event-Teilnehmer die Möglichkeit haben sich allein oder in der Gruppe per Knopfdruck ablichten zu lassen. Die GIF Fotobox erstellt aus mehreren hintereinander geschossenen Fotos automatisch ein animiertes GIF, das über das System sofort als E-Mail oder SMS versendet oder aber in sozialen Netzwerken  wie Facebook oder Instagram geteilt werden kann. Der Fun-Faktor ist beim Erstellen der GIFs hoch, so dass Marken hier nicht nur die Chance auf hohe digitale Reichweiten nutzen, sondern gleichzeitig Teil authentischer Event Momente werden.

Da der GIF Trend gerade richtig anläuft wird er uns dieses Jahr immer wieder begegnen.