Wie man den perfekten Hashtag für seine Marketingkampagne findet und bekannt macht!

Wie man den perfekten Hashtag für seine Marketingkampagne findet und bekannt macht!

Wie man den perfekten Hashtag für seine Marketingkampagne findet und bekannt macht! 5472 3648 Ellen Liemann

Wer Hashtags nur dazu nutzt, seine Tweets zu kategorisieren, der unterschätzt die Raute, die dank Twitter eine völlig neue Existenzberechtigung bekam und mittlerweile selbst bei Facebook zu Hause ist. Mit Hashtags lassen sich Beiträge zu einem Thema in Echtzeit suchen und finden, Diskussionen starten, Emotionen ausdrücken, Interaktionen fördern und Trends setzen. Oft verrät erst der am Ende einer Botschaft platzierte Hashtag, in welchem Kontext eine Aussage zu verstehen ist. Die Raute ist also sogar sinnstiftend.

Neben den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten ist es auch die allgegenwärtige Präsenz und die damit verbundene Popularität, die Hashtags für Marketingkampagnen so interessant macht. Es gibt kaum eine Fernsehsendung, die heute ohne Hashtag auskommt. Keine Nachricht, die nicht binnen Sekunden unter Zuhilfenahme des Doppelkreuzes in den sozialen Netzwerken besprochen wird. Und keinen Trend, der sich nicht anhand von Hashtags hervorsagen ließe.

Die Raute ist im Mainstream angekommen und damit auch im Marketing. Events und Kampagnen mit eigenem Hashtag erhöhen nicht nur ihre Wahrnehmung und Interaktion, sondern sie lassen sich auch einer ganz neuen Form der Erfolgskontrolle unterziehen. Doch was zeichnet einen guten Hashtag aus? Die folgenden Tipps verraten es!

1. In der Kürze liegt die Würze

Obwohl Hashtags nicht allein bei Twitter eine wichtige Rolle spielen, stellen die spezifischen Gegebenheiten des Mikrobloggingdienstes besondere Anforderungen an funktionierende Hashtags. Denn allem Reformeifer zum Trotz bleiben Tweets auf 140 Zeichen beschränkt. Das ist auch gut so, denn genau diese Kürze macht Twitter aus. Für Hashtags bedeutet das, dass sie so lang wie nötig und so kurz wie möglich sein sollten, um möglichst wenig der raren Zeichen für sich selbst zu beanspruchen. Zu lange Hashtags fressen wertvollen Platz für die Botschaft.

Ganz unabhängig vom Netzwerk gilt darüber hinaus, dass sich kürzere Hashtags einfach besser merken lassen. Außerdem passieren bei ihrem Tippen weniger Rechtschreibfehler, ihre Kraft verwässert also weniger. Faustformel: Nicht mehr als zehn Zeichen!

2. Einzigartig sollte er sein

Um beispielsweise die Akzeptanz einer Werbekampagne oder das Meinungsbild zu einer Veranstaltung zu analysieren, ist es wichtig, dass der dazugehörige Hashtag nicht bereits in verschiedenen Zusammenhängen in reger Verwendung ist. Nun ist es in den meisten Fällen leider Utopie, einen Hashtag zu finden, der niemals zuvor von irgendwem auf dem Globus für irgendetwas verwendet wurde. Dennoch sollte man darauf achten, dass ein Hashtag möglichst unbenutzt ist, am besten einige Zeit gar nicht auftauchte. So lässt er sich gut abgrenzen.

Bei jährlichen Events wird meist einfach die Jahreszahl in Kurzform drangehangen (#rp15 für die re:publica 2015). Unakzeptabel hingegen ist es für sein Event oder seine Kampagne einen Hashtag zu nutzen, der früher bereits in ähnlicher Weise, möglicherweise sogar von der Konkurrenz, verwendet wurde.

3. Einfach und für jeden nutzbar

Damit ein Hashtag so richtig viral geht, also von möglichst vielen möglichst aktiv genutzt wird, sollte er nicht zu kompliziert sein. Jeder muss auf den ersten Blick verstehen, was gemeint ist. Das gilt besonders bei Abkürzungen. Die sind legitim und mitunter unvermeidbar (#ibes für „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“), sollten aber tunlichst Sinn ergeben.

Umlaute sind bei international genutzten Hashtags problematisch; aber auch schon hierzulande schreibt der eine sie aus, der andere wandelt sie um. Deshalb am besten ganz darauf verzichten. Der Einfachheit halber werden Hashtags übrigens meist durchgehend kleingeschrieben. Nur wenn sie sich aus mehreren Wörtern zusammensetzen, kann es der Lesbarkeit förderlich sein, den Anfangsbuchstaben eines Wortes jeweils großzuschreiben (#NewYorkCity). Wichtig auch: Zweideutigkeiten von Hashtags vermeiden! 

4. Mut zur Kreativität

Ja, ein Hashtag sollte eingängig und verständlich sein, das heißt aber nicht, dass er nicht kreativ sein darf. Ganz im Gegenteil: Kreativität siegt. Ein Hashtag, bei dem auf den ersten Blick klar ist, dass er nur zu Werbezwecken ins Leben gerufen wurde, wird kaum aktive Nutzer finden. Ein Hashtag aber, der neugierig macht und ernsthaftes Interesse des Unternehmens an der Meinung und Partizipation seiner Zielgruppe ausstrahlt, der wird auch angenommen. Gutes Beispiel: #umdenkenimkopf von Opel.

5. Hashtag in aller Munde

Was nützt der beste Hashtag, wenn kein Mensch von seiner Existenz weiß?! Nachdem man die perfekte Raute für sein Event oder seine Kampagne gefunden hat, wofür man sich durchaus auch mal ein paar Tage Zeit lassen darf, gilt es deshalb den Hashtag bekannt zu machen. Dass man ihn selbst verwendet, sollte selbstverständlich sein. Darüber hinaus gehört er gut sichtbar in jedes Social-Media-Profil, auf Einladungen und Eintrittskarten, in Webespots und Zeitungsanzeigen, auf Produktverpackungen und alles andere, was als Kommunikationsfläche dient.

Handelt es sich um eine ausgesprochene Hashtag-Kampagne, können auch extra Werbemittel (Kugelschreiber, Powerbanks, Smartphone-Hüllen, Tassen, T-Shirts, USB-Sticks, etc.) mit dem Hashtag bedruckt werden. Wer ein solches Präsent bekommt wird neugierig, was dahinter steckt, sucht danach und beteiligt sich im besten Falle. Gerade auf Events machen solche Werbegeschenke Sinn, da viele sie gleich abfotografieren und ihren Followern präsentieren. Je nützlicher das Werbemittel, desto präsenter auch der Hashtag.